Projekt 1 - Brandschutz

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, geben Sie als Verwendungszweck für Ihre Spende bitte "Brandschutzmaßnahmen Gebäude" an
 

Historie

Seit dem Flughafenbrand in Düsseldorf im Jahr 1996 ist die Bedeutung des Brandschutzes nicht nur in das Bewusstsein der Öffentlichkeit sondern in sehr starkem Maße in das Bewußtsein der Behörden gerückt. Brandschutzkonzepte müssen sicherstellen, dass die im Gebäude befindlichen Personen im Brandfall dieses gefahrlos über Flucht- und Rettungswege verlassen können oder dass eine Rettung durch die Feuerwehr möglich ist. Dies wirkte sich auch bei den beiden letzten Begehungen durch die Beamten des Main-Taunus-Kreises aus.

Ist Zustand:

Die genehmigten Fluchtwege im ZL aus dem Jahr 1973, welche den Weg über Fluchtbalkone zurück in das vorhandene Treppenhaus mittels Steigleitern vorsehen sind gegenwärtig nicht mehr zulässig.

Die vorhandene Brandmeldeanlage ist nicht flächendeckend für das gesamte Gebäude ausgelegt. Diese wird von der Behörde vorgeschrieben und ist stand heute bei Sonderbauten als "Vorschrift" auferlegt. Die eingebrachte Verkabelung der bestehenden Brandmeldeanlage entspricht dem Standard 1973 und ist als ebenfalls nicht mehr zulässig eingestuft, da heute als Norm F90-Verkabelungen gefordert werden, welche mind. 90 min. feuerbeständigkeit gewährleisten muss. Die gleichen Ausführungen gelten sowohl für die Sicherheitsbeleuchtung der Flucht- und Rettungswege.

Soll Zustand:

um den Soll-Zustand gemäß §§13, 31 und 34 der Hessischen Bauordnung herzustellen müssen:

  • ein zweites Fluchttreppenhaus, außerhalb, angebaut werden, da kein gesicherter 2. Rettungsweg aus dem östlichen Gebäudeflügel vorhanden ist,
  • die brennbare Wandverkleidung im Treppenhaus durch eine nicht brennbare Wandverkleidung (Baustoffklasse A) ersetzt werden,
  • die Versorgungsleitungen im Zwischendeckenbereich durch eine feuerbeständige Unterdecke (F90) zum Treppenraum abgetrennt werden,
  • die Türen zu den Nutzungseinheiten durch feuerhemmenden Türen mit Rauchschutzfunktion (T30-RS) ausgetauscht werden,
  • Leitungen, die in Nutzungseinheiten verlaufen, brandschutztechnisch abgeschottet werden,
  • Türen des Versorgungsschachtes durch feuerbeständige Türen mit Rauchschutzfunktionen (T90-RS) ausgetauscht werden,
  • die Öffnungen des stillgelegten Probenaufzuges brandschutztechnisch in feuerbeständiger Qualität verschlossen werden,
  • die Brandmeldeanlage auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden, d.h. die bestehende Überwachung des Gebäudes wird auf eine flächendeckende Überwachung mit automatischen Meldern erweitert,
  • aufgrund der nicht vorhandenen hygenischen Trennung der Wandhydranten vom Trinkwassernetz an der Außenfassade im Bereich der 2 Fluchttreppen jeweils eine Trockensteigleitung mit einer B-Einspeisung im Erdgeschoss und einer C-Entnahmestelle in jedem Geschoss hergestellt werden.

 

Die Investitionen die diese Brandschutzmaßnahmen mit sich ziehen, liegen im Bereich zwischen 500 - 600.000 Euro. Da die Umsetzung des Konzeptes in Teilschritten erfolgen kann, die mit der Behörde abzustimmen sind, können die Investitionen auf einen Zeitraum von 2 - 6 Jahren verteilt werden, wobei das 2. Fluchttreppenhaus und die flächendeckende Brandmeldeanlage in einem Zeitraum von max. 24 Monaten herzustellen sind.

Soll Ausführung:

Die Behörde fordert u. a. ein zweites Fluchttreppenhaus, da nach derzeitigem Stand der Rettungswege ein Teil der Fluchtweges durch das als Rettungsweg (noch nicht-siehe Auflagen) zugelassene Treppenhaus führt.

Aus dem 5. OG des Gebäudes gibt es zwar bereits einen Anschluss an das bestehende Fluchttreppenhaus auf der Laborseite des Hauses, dieses wäre in einem Brandfall, im auf den Weg dahin liegenden Technikbereich, nur eingeschränkt zu erreichen.

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Einblicke

Darstellung der momentan eingebrachten Flucht-Rettungsweg Massnahmen

 

 

 

Abb.1.1 Zugang zum Außenbalkon

 

 

 

Abb. 1.2 Sproßengeländer für Zugang zum Gebäudedach

 

 


 


 




              

Abb. 1.3 Ausführungsbsp. Fluchttreppenhaus

 

 

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